Sage und schreibe: Zum 35. Mal wurde am letzten Wochenende das Graf Engelbert-Turnier in Bochum ausgetragen. Dieses Turnier ist ein Wettkampf für den jüngsten Nachwuchs, die Jugend B und die Schülerjahrgänge, allesamt fünf Jahrgänge in allen Waffen. Das Turnier begann 1976 und wurde von allen wechselnden Abteilungsleitern des VfL Bochum über die Jahre fortgeführt. 

So zeigte sich dann auch in diesem kleinen Jubiläumsjahr, dass eine große Teilnehmerzahl von ca 270 Sportlern/innen aus 4 Nationen (Deutschland, Belgien, Niederlande und sogar Dänemark) der Ausschreibung gefolgt waren. Positiv wirkt sich für den Besuch dieses Turniers aus, dass es für die B-Jugendlichen unseres Landesverbandes im Laufe der Jahre zu einem Qualifikationsturnier-Status erhoben wurde. Der VfL Bochum schließt sich seit einigen Jahren mit der FG Recklinghausen und dem FSG Ruhr-Wattenscheid zusammen und vereint die drei gleichberechtigten Turniere dieser drei Vereine im Bereich der Schülerjahrgänge zu einer "Ruhr-Tour".

In jeder Altersklasse und in jeder Waffe wird der erfolgreichste Teilnehmer dieser drei Wettkämpfe mit einem Pokal belohnt, ein weiterer Ansporn für den ganz jungen Nachwuchs. Auch in diesem Jahr verliefen die Wettkämpfe wieder zügig und gut organisiert. Es entstand trotz der vielen verschiedenen kleinen Gruppen kein Leerlauf in der Halle. Sportlich gesehen, war es für die westfälischen Fechter ein voller Erfolg. Zwar wurden die 1. Plätze und die Finalplätze nicht ausschließlich von WFB-Vereinen belegt, aber vor allem die B-Jugendlichen sicherten sich hier die letzte Bestätigung vor der Deutschen Meisterschaft in den nächsten Wochen. Der Dank des WFB geht an das Bochumer Team für das gelungene Engagement an diesem langen erfolgreichen Wochenende.

Alexander Bösch gewann in Weiskirchen zwei Goldmedaillen. 

Zum 14. Freiluft-Turnier im Weiskircher Kurpark reiste der TV Gladbeck mit 13 Fechtern und Trainer Ulrich Urbanski an. Auf der Rückfahrt befanden sich nicht weniger als sechs Medaillen im Gepäck des TVG.  Fechten unter freiem Himmel, noch dazu bei sonnigem Wetter, das gibt es nicht alle Tage. Einmal jährlich werden im Kurort Weiskirchen an zwei Tagen die Degen-Klingen gekreuzt, und das seit mittlerweile 14 Jahren.  Die überdachte Uferpromenade am Kurparkweiher bietet für ein solches Event, übrigens das einzige dieser Art deutschlandweit, ein sehr schönes Ambiente, das von den Fechtsportlern gerne und zahlreich angenommen wird, so Peter Molter, der Vorsitzende des Ausrichters Fechterring Hochwald Wadern. In diesem Jahr, die Arkaden waren mehr Schattenspender als Regen- und Windabweiser, nahmen stolze 160 Fechterinnen und Fechter teil, ein Rekord-Ergebnis.  Die Teilnehmer kamen aus Holland, Frankreich und natürlich aus Deutschland.

Die Gladbecker Fechter besuchten dieses einmalige Turnier zum zweiten Male.  Das Ergebnis konnte sich nach zwei Tagen Fechten im Sonnenschein wahrlich sehen lassen. Dreimal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze standen für den TVG zu Buche, außerdem gab es viele Platzierungen im Mittelfeld.  Nina Häselhoff, mit zwölf Jahren eine der jüngsten Teilnehmerinnen, verbuchte dabei einen besonderen Erfolg. Direkt bei ihrem ersten Turnierstart sicherte sich die Gladbeckerin in der Altersklasse der weiblichen Schüler die Goldmedaille.  Leonhard Scheuer, der in der B-Jugend startet, musste sich dagegen im Finalgefecht unglücklich seinem Gegner geschlagen geben, konnte aber die Silbermedaille in Empfang nehmen. 

Alexander Bösch, nach einer Verletzungspause erstmalig wieder am Start, setzte in der A-Jugend und bei den Junioren erfolgreich in Szene. Er ließ auch dem Deutschen Meister im Modernen Fünfkampf keine Chancen und gewann seine Gefechte sehr sicher. Zweimal Gold und ein Zelt als Ehrenpreis waren die Belohnung.  Trainer Ulrich Urbanski war nicht nur als Betreuer der Jugendlichen im Einsatz, sondern er startete auch bei den Senioren in der Altersklasse Ak 50. Er erreichte den zweiten Rang.  Nach dem Turnier stand bereits fest: Im Jahr 2012 fährt die Fechtabteilung des Gladbecker TV erneut nach Weiskirchen.

 Deutsche B-Jugend-Meisterschaft

 Degenspezialistin Nina Häselhoff vom TV Gladbek ist derzeit in Topform. Auf der Deutschen Meisterschaft in Arnsberg belegte sie den siebten Rang.Noch nie zuvor hat ein TV-Fechter das Finale bei einer Deutschen Meisterschaft erreicht.

 Mit den Plätzen eins und zwei dominierte Nina Häselhoff die Vor- und Zwischenrundengefechte und erreichte die anschliegenden Direktausscheidungen. Mit 10:9 und 10:8 Treffern setzte sie sich gegen Neda Ayas (EFG) und Lea Beerman (TV Hagen) durch.

Lara Sprengler (TBB) unterbrach die Siegserie der Gladbeckerin aber nur kurz. Nervenstark und hoch motiviert meldet sich Nina Häselhoff mit einem 10:5 Sieg über Emily Schulte (EFG) aus dem Hoffnungslauf zurück. Damit war der Weg frei für die Finalkämpfe. Im Viertelfinale unterlag die TV Fechterin nach einem bis dato guten Turnierverlauf der späteren Vizemeisterin Eva Jonas (UFC Frankfurt) mit 5:10.

 Hans Järgen Hauch,Nachwuchstrainer im Damendegen vom Deutschen Fechterbund,lud Nina Häselhoff zu den nächsten Perspektivkaderlehrgängen ein.

Am zweiten DM-Turniertag in Arnsberg fanden die Mannschaftswettbewerbe statt. Der westfälische Fechterbund startete mit zwei Auswahlmannschaften. Mit Westfalen I gingen Leonie Blöbaum (Quernheimer FC), Juliane Schaaf (TSV Hagen) und Nina Häselhoff (TV Gladbeck ) in die Gruppenwettbewerbe. Das junge Degenteam um Trainer Ulrich Urbanski in den Runden- und KO-Gefechten in hervorragender Form. Den Einzug ins Finale verpassten die drei Degendamen gegen Hessen II allerdings knapp mit 45 : 41 und belegten den neunten Platz.